Ev. Jugend Bramsche

Kirchenkreisjugenddienst

Infos für zum StartUp Kurs.

Liebe Kollegen, liebe Kirchenverstehenden, liebe Teamenden und begleitenden Eltern.

Sie Interessieren Sich für den StartUp Kurs den wir im Kirchenkreis Bramsche starten wollen. Wir haben uns die Idee aus Hannover geklaut und schauen mal wie wir das in unseren Gemeinden umsetzen können. Im nachfolgenden finden Sie erste Informationen zu diesem Kurs, die noch nicht alle Fragen klären oder in Ihrer Kirchengemeinde auch anders geregelt werden können.

Sollten Sie noch Fragen oder Anmerkungen haben laden Sie mich gerne (noch einmal) in die Gemeinde ein. Lassen Sie uns starten ......

 

Die Idee

Einführung: Das Projekt kennenlernen und verstehen

Praktische Fragen: Sich für das Projekt entscheiden

Rahmenbedingungen: Das Projekt vorbereiten und durchführen

Verabredungen: Verträge, Schulbescheinigungen und Zertifikate

Wie es weitergeht: Anerkennung und Übergang in die Juleica-Ausbildung

 Einführung:

Die Zeit der Konfirmation rückt immer näher. Damit auch der Abschied aus der Kirche? Tim und Lisa würden sich gern auch weiterhin treffen. Sie haben davon gehört, dass es in der Gemeinde eine Gruppe gibt, in der sich Jugendliche nach der Konfirmation einmal im Monat für ein Jahr treffen und gemeinsam was unternehmen. Sie lernen dort, wie man ein Spiel anleitet, wie man sich traut, vor einer Gruppe zu sprechen, tauscht sich darüber aus, Begabungen man hat und wie man die einsetzten kann. Ab und zu werden auch mal Andachten gefeiert. Vor allem aber haben sie natürlich jede Menge Spaß miteinander. Geleitet wird die Gruppe von Jan und Helen. Die beiden kennen sie schon von der Konfi-Fahrt, da waren sie auch als Teamer und Teamerin mit dabei. Hat echt Spaß gemacht mit den beiden. Später wollen Tim und Lisa sowas auch mal machen.

In der Evangelischen Jugend Bramsche gibt es mehrere solcher Gruppen. Helen hat erzählt, dass die sich auch alle zusammen mal treffen und gemeinsam etwas unternehmen. Das letzte Mal waren sie alle im Heidepark. Ausserdem gibt es am Ende der Gruppenzeit einen tollen Jugendgottesdienst, den die Ehrenamtlichen für die Gruppen vorbereiten. Jan hat da schon mitgemacht und fand besonders die Band toll und dass er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern seiner Gruppe ganz feierlich ein Zertifikat überreichen durfte. Das war eine super Stimmung und die Kirche war rappelvoll.

Lisa und Tim sind sich einig: Da wollen sie mitmachen! 

Das START UP Projekt stellt einen Übergang von der Konfirmand*innenzeit zur möglichen Juleica-Ausbildung dar. In diesem Projekt sollen die Jugendlichen innerhalb der Kirche zunächst einen Raum für sich entdecken, in dem Persönlichkeitsbildung und Erfahrung mit eigener (sozialpädagogischer) Gruppenarbeit möglich ist. Noch geht es nicht darum, sie als ehrenamtliche Mitarbeitende auszubilden, sondern ihnen die Freiheit zu geben, sich auszuprobieren und zu orientieren. START UP bietet Jugendlichen die Möglichkeit des Übergangs von der Konfirmand*innenarbeit zur Jugendarbeit ohne sie zu funktionalisieren . Die Jugendlichen können erste Schritte ehrenamtlichen Handelns gehen, sofern sich die Gruppe dafür entscheidet und die Gemeinde offen ist für ihre Ideen, diese unterstützt oder den Jugendlichen die Möglichkeit gibt, bereits bestehende Praxisfelder, für die sie sich interessieren, kennenzulernen.

Wenn das gelingt, steht START UP für den Grundsatz partizipiernder Jugendarbeit, weil:

-    die Jugendlichen als wertvolle Gemeindeglieder wahrgenommen und wertgeschätzt werden ohne Leistung erbringen zu müssen

-    den Jugendlichen die Zeit zugestanden wird, eigene Gaben und Fähigkeiten zu entdecken, ohne diese gleich für die Gemeinde verwertbar zu machen

-    die Jugendlichen zum Engagement in der Gemeinde motiviert werden

-    die Jugendlichen Gemeinde mit gestalten können

-    die Jugendlichen erfahren, dass Menschen auch jenseits von Schule und Leistungsanspruch wichtig sind und wertgeschätzt werden.

Praktische Fragen: Sich für das Projekt entscheiden

Passt das Start Up-Projekt zu unserer Gemeinde?

Grundvoraussetzung für die Durchführung des Start Up-Projektes

in einer Gemeinde oder Region ist die Bereitschaft

-    sich auf Jugendliche einzulassen,

-    ehrenamtlichen Jugendlichen Verantwortung für die eigenständige Durchführung zuzutrauen und zu übertragen

-    die Gemeinde für die Jugendlichen zu öffnen

-    das Projekt in Kooperation mit der Ev. Bramsche

 

 Das bedeutet:

-    eine schriftliche Vereinbarung zwischen Kirchenvorstand und Ev. Jugend

-    Angebot der inhaltlichen Vorbereitung der Ehrenamtlichen durch die evangelische Jugend. ( Ein verlängertes Wochenendseminar)

-    Weitergabe der Daten der Teilnehmenden und Teamer_innen für Schulbescheinigungen, Zertifikate, Vereinbarungen, Einladungen, Abrechnungen

-    Unterstützung bei der Beantragung und Abrechnung von Zuschüssen für das Wochenendseminar

-    Teilnahme der START UP Teilnehmenden am Abschlussgottesdienst

Zu berücksichtigen sind folgende Faktoren:

Wie groß ist das Potenzial an Teilnehmenden? 

Zunächst sollte die Frage gestellt werden, ob es in der Gemeinde genügend Jugendliche gibt, die sich für das Projekt anmelden würden. Sind in einem Konfi-Jahrgang zehn Konfirmand*innen, wird es vermutlich schwer, daraus eine achtköpfige Gruppe zusammenzustellen. In diesem Fall sollte überlegt werden, ob auch in den vergangenen Konfi-Jahrgängen und bei Jugendlichen, die nicht den Konfi besucht haben, geworben wird. Die Altersspanne der Teilnehmenden sollte allerdings nicht mehr als zwei Jahre betragen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, START UP als gemeindeübergreifendes Projekt mit der Nachbargemeinde oder in der Region durchzuführen.

Wird das Projekt von den verantwortlichen Gremien unterstützt?

Das START UP - Projekt wird nur dann erfolgreich sein, wenn es eine breite Unterstützung in der Gemeinde gibt. Die Jugendlichen sollen ja in der Gemeinde die Chance haben, ihre eigenen Vorstellungen einzubringen und Gemeinde mit gestalten. Dies soll in Praxisprojekten geschehen und setzt die Unterstützung von Jugendausschuss und Kirchenvorstand voraus. Deshalb ist es uns auch wichtig, mit den Kirchenvorständen eine Vereinbarung zu treffen, durch die alle Mitglieder Kenntnis von dem Projekt bekommen und so die Chance haben, es als Teil ihrer Gemeindearbeit zu verstehen und zu unterstützen. 

Gibt es ein ehrenamtliches Team mit ausreichend Kompetenz, um das Projekt durchzuführen?

Mit Hilfe von Ablaufplänen und Material können ehrenamtliche Jugendliche das Projekt relativ leicht umsetzen. Es hat sich gezeigt, dass ein Team von ehrenamtlichen Jugendlichen jüngere Jugendliche eher dazu motiviert, sich längerfristig zu engagieren, weil sie in ihnen ein Vorbild erleben für eigenverantwortliches Handeln und echte Partizipation. Diesen Status selbst zu erreichen ist für sie erstrebenswert.

Wie sieht der zeitliche Ablauf des Projektes aus?

In den Wochen vor der Konfirmation wird - am besten durch das Team der Ehrenamtlichen selbst - für das Projekt geworben und Info- und Anmeldeflyer verteilt. Hierzu kann das Team z.B. eine der letzten KU-Einheiten mit Elementen des START UP Kurses gestalten, um den Konfirmand*innen einen Vorgeschmack von dem zu geben, was sie erwartet.

Im Juni startet die START UP - Gruppe und trifft sich monatlich bis zum April des darauffolgenden Jahres (mit Ausnahme der Ferien) an acht bis neun Abenden für 2,5 bis 3 Stunden Bildungsarbeit. Möglich sind auch längere Treffen an einem Wochenende.

Hinzu kommt eine kleine Praxisphase in der Kinder- und Jugendarbeit und eine gemeinsame Aktion aller Teilnehmenden und einer kleinen Freizeit mit der Evangelischen Jugend Bramsche.

Den Abschluss bildet der gemeinsame Gottesdienst im Kirchenkreis Bramsche.  

Wer führt das Start up - Projekt durch?

In der Regel wird das Projekt von einem Team ehrenamtlicher Jugendlicher durchgeführt.

Damit die Ehrenamtlichen ausreichend vorbereitet sind, bietet die Evangelische Jugend Bramsche:

-    StartUp Leiter Schulung

-    Vorstellung und Bereitstellung von Materialien, die sich in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen bewährt haben

-    eine regelmäßige Begleitung durch Beratung und Feedback an Team-Praxistagen (ca. 2x Jahr)

-    Aus- und Fortbildungsangebote

-    Unterstützung bei der Planung und Durchführung eines Wochenendes (ggf. gemeinsam mit einer weiteren Gruppe aus der Jugendarbeit)

Neben dieser Unterstützung ist es notwendig, dass die Ehrenamtlichen eine Ansprechperson in der eigenen Gemeinde oder Region haben, mit denen sie Raum-, Schlüssel-, Materialfragen etc. besprechen können. Es hat sich gezeigt, dass die Jugendlichen für die Tageszeit, an der der Kurs stattfindet, Verpflegung benötigen. Hier ist es notwendig, dass sich jemand dafür verantwortlich zeichnet. Am besten ist es, den Ehrenamtlichen auch diese Aufgabe eigenverantwortlich zu übertragen und ihnen aus den Teilnahmebeiträgen (siehe Kalkulation weiter unten) die finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.

 

Was kostet START UP

Für die Durchführung des START UP Projektes werden Unkosten für das Wochenende, Material (Moderationsmaterial, Mappen, Kopien etc.) und Verpflegung entstehen.

Ausserdem fallen noch Kosten für das Arbeitsmaterial der Ehrenamtlichen (Mappen, Arbeitshilfen etc.) an.

Auf der Einnahmenreihe stehen ein angemessener Teilnahmebeitrag, sowie Zuschüsse für das Wochenendseminar aus kirchlichen und staatlichen Mitteln, sowie die Bereitschaft der Kirchengemeinde, ein eventuell entstehendes Defizit aus eigenen Mitteln zu decken.

MUSTERKALKULATION

für eine Gruppe von 10Teilnehmenden und drei Ehrenamtlichen. Durchführung des START UP - Projektes mit neun Abenden und einem Wochenende.             

 

 

Ausgaben

      
   

 

   

  

Werbematerial   

  

      

  

50 €

  

 

  

Mappen   für TN und Team

  

      

  

234 €

  

 

  

Material   pro Abend

  

  

10   x 5 €

  

  

50

  

 

  

Verpflegung   pro Abend

  

  

10   x 10 €

  

  

                              150

  

 

  

Kleine   Freizeit

  

      

  

325

  

 

  

gemeinsame   Aktion

  

  

pro Person 10 €

  

  

200 €

  

 

  

SUMME

  

  

 

  

  

1009 €

 

                         

 

 

Einnahmen

   
            

Musterrechnung

   

  

Teilnahmebeiträge

  

  

10   x 70 €

  

  

700 €

  

  

Fördermittel Wochenende

  

  

 

  

Ca 12€ pro Person

  

  

              156€

  

  

Beteiligung

  

Kirchengemeinde

  

  

13 x 20€

  

  

260€

      

  

SUMME

  

      

  

1116                    

 

Die Mittel würden von der Evangelischen Jugend eingesammelt und gebucht. Ca. 50% der Einnahmen fließen in die Finanzierung des Schulungsmaterials und der StartUp Freizeit. Das restliche Geld wird den Jugendlichen in Form eine Handgeldkasse quartalsweise ausgezahlt.

Eine Abrechnung wird durch die Jugendlichen erstellt.

Die Ausgaben für Schulbescheinigungen, Zertifikate, Abschlussgottesdienst, Begleitung der Teamer_innen etc. übernimmt die Evangelische Jugend.

Alle Angaben sind ungefähre Schätzungen und errechnet nach dem aktuellen Stand der Fördermittel.

Rahmenbedingungen

Vorbereitung und Durchführung

Es ist sinnvoll, sich frühzeitig darüber Gedanken zu machen, ob und wie das Projekt in der eigenen Gemeinde durchgeführt werden kann. Je gründlicher die Vorbereitung, desto leichter lassen sich auftretende Fragen rechtzeitig klären und mögliche Probleme vermeiden. Deshalb sollten Sie die Evangelische Jugend in Ihre Gemeinde einladen und mögliche Fragen klären.

-    Ist START UP ein Projekt für unsere Gemeinde?

-    Gespräch mit den Entscheidungsgremien in der Gemeinde

-    Entscheidung für START UP

-    Zusammenstellung des Teams ehrenamtlicher Jugendlicher, die das Projekt leiten

-    Liste möglicher Praxisfelder für die START UP Teilnehmenden erstellen

-    Kooperationsvereinbarung mit dem Ev. Jugend.

-    Werbung im KU spätestens zwei Monate vor Beginn des Projekts und möglichst vier Wochen vor der Konfirmation  (Flyer verteilen, Jugendliche ansprechen)

Und dann kann es losgehen!

Während des Projekts

-    sollte die Gemeinde nach Absprache mit dem Team entscheiden, ob es einen weiteren START UP Kurs für den neuen Jahrgang geben kann.

-    ist eine (Zwischen-)Auswertung mit dem Team und den Teilnehmenden notwendig.

-    zum Abschlussgottesdienst Vertreter_innen des Kirchenvorstands eingeladen und anwesend sein.

-    die jugendlichen Teilnehmenden auf die weitere Qualifikation als Teamer_in durch die Juleica-Ausbildung hingewiesen und eingeladen werden

Was die Jugendliche von START UP haben

START UP ist attraktiv für Jugendliche, weil

-    es einen überschaubaren Zeitrahmen mit klarem Ende hat (ich weiß, worauf ich mich einlasse),

-    es an vertraute Rahmenbedingungen anknüpft (Gruppe der ehemaligen Konfis, Ort, Räume, Personen),

-    es einen Eintrag ins Schulzeugnis und am Ende ein Zertifikat gibt, das ich auch für Bewerbungen nutzen kann),

-    die regelmäßige Teilnahme mit 25 Bildungsstunden

-    sie andere Jugendliche in der Rolle der Teamerin und des Teamers erleben und motiviert werden, sich ebenfalls  in der Evangelischen Jugend zu engagieren  und zugehörig zu fühlen,

es sehr viel Spaß macht.